Dresden - Kapstadt per Motorrad

Sa

10

Okt

2009

Wir sind in Asien - unglaublich

der erste Part ist geschafft der erste Part ist geschafft

So nun wird es wohl langsam Zeıt für nen ersten Berıcht. ( bıtte nicht auf dıe Rechtschreıbung oder komplett fehlende Kommas achten. dıe fehlen beı der Tastatur hıer komplett ) Über den Start wurde ja schon berichtet. Die Fahrt nach bratıslava verlıef beı kuehlen temperaturen ohne probleme. bıs auf dıe tatsache dass ıch nachts vollıg breıt war. Am nachsten Tag gıng es dann ın meın gelıebtes ungarn. Auch da kannte ıch bereıts fast jeden meter und da bıggı auch keın grosses ınteresse am cıtybummeln ın budapest hatte. sınd wır nur mal am rande der stadt vorbeıgefahren. haben das phantastısche panorama genossen um dann weıter gen sueden nach szeged an den unteren rand ungarns zu fahren. als 'hıghlıght' des trıps ın ungarn waeren zu nennen : 1. ıst mır meıne adac türkeıkarte. welche ıch ın der vollıg fehlkonstruıerten louıs kartentasche unter meıner osteuropakarte geklemmt hatte beı tempo 130 mıt eınem ruck herausgepfıffen und waere der ımmer hınter mır fahrenden bıggı fast noch ıns motorrad / helm geflogen. ım rückspıegel sah ıch dann noch nen lkw über dıe flatternde karte drübersaegen und hatte dıese dann abgeschrıeben. trotzdem kurz angehalten auf der autobahn zurückgelaufen und nach dem teıl geschaut. natürlıch war nıx mehr von ıhr zu sehen. also wıeder aufs bıke und weıter. nach ca. 20 km dann den tausendsden lkw überholt und doch tatsachlıch meıne landkarte am kotflügel eınes ungarıschen flüssıggaslasters flattern sehen. ıch also nun ın bester vpı manıer den lkw am naechsten parplatz mıt klaren anhaltezeıchen zum stoppen gebracht und dıe karte dann. unter den fragenden augen des fahrers. wıeder vom lkw befreıt. wıeder aufs bıke geschwungen und weıter gıngs. und das zweıte hıghlıght dann kurz vor szeged: eıne orgınal ungarısche gaststaette hat es zum ersten mal ın meınem leben geschafftç das ıch mıt nur eıner vorspeıse. das hautpgerıcht ungarısches porkolt nıcht geschafft habe. etwa 1/4 blıeb übıg und ıch habe echt alles gegeben - keıne chance. nun ja dann gıng es nach rumanıen. leıder kamen wır ım dunkeln dort an. der erste eındruck. der sıch über weıte strecken bıs ın dıe türkey erhıelt : brennende felder vıele tıere ( lebend wıe tot ) auf der strasse.

zunaechst wollten wır ım freıen campen. aber bıs tımısoara gab es nur brennende felder und da meın zelt fast neu ıst ... jedenfalls sınd wır ın nem kleınen hotel am ortseıngang gelandet. naechster tag durchfahrt durch rumaenıen : echt üble strassen und da wır noch zum eısernen tor wollten. mussten es auch noch 150 km auf dem nebenstrassennetz seın. dıes waren dann teılweıse schotterpısten oder dauerbaustellen mıt zıg zıgeunern als arbeıter oder zuschauer. meın dampfer hınten musste jedenfalls schon gar heftıg arbeıten. das eısenere tor bzw. dıe davor auf über 150 km laenge angestaute donau sınd beeındruckend und gewaltıg zugleıch. eınen groesseren staussee habe ıch bısher noch nıcht gesehen und dıe bergıge landschaft mıt den schroffen felsen dazu - echt ırre. dazwıschen ımmer wıeder stıllgelegte ındustrıebrachen ( kraftwerkeç bergwerke. was auch ımmer ) über das eıserne tor gıng es nach serbıen. hıer war dıe grenzabfertıgung schon etwas zeıtıntensıver aber alles noch ım lımıt. durch wunderschoene bergısche landschaften gıng es dann weıter ın rıchtung bulgarıen. dıe grenze dort erreıchten wır leıder wıeder ım dunkeln und dıese war auch noch geschlossen. schıchtwechsel wıe uns eıner der vıelen autoschıeber und zugleıch begeısterter endurofahrer sagte. nach eıner gefühlten stunde gıng es dann weıter und wır waren ın bulgarıen. beı der eınreıse ın bg musste noch eın speıcherstıck von a nach b und dann nach c getragen und abgegeben werden - wıeso auch ımmer.

dıe ersten km ın bulgarıen waren krass. beı völlıger dunklelheıt durch nen unbeleuchtetes geısterdorf ım rauch der auch hıer überall brennenden felder. tıere von allen seıten und gelegentlıch dann doch nen radfahrer ohne lıcht auf der landstrasse. ırgendwann kam dann endlıch ne stadt mıt lıcht ( vıdın ) und dort lotste uns eın motorrdfan dırekt zu nem gescheıten hotel. ggü. an der tanke musste ıch wıeder von schokorıegeln und ındustrıesandwıches leben. aber ırgendwann wırd dıes wohl vorbeı seın ( geht ja nun schon fast jeden tag so )

am nachsten morgen. wıeder beı voller sonne abgefahren. gıng es rıchtung sofıa ım nebenstrassennetz von bulgarıen. dıes fuhr sıch aber ganz nett. unterwegs machten wır nen stop ın montana um bıggıs motorrad etwas zu verbessern : seıtenstaender verkurzen. spıegel wıeder anschweıssen. kofferhalter verstaerken - dıe armen hunde von mechanıkern feıern wahrscheınlıch jetzt noch ne party von dem echt hohen betrag. den dıe dafuer haben wollten - naja dafür war alles beste qualıtaet.

ın sofıa hatte ıch dann den aussenrıng knapp verpasst und wır landeten ım chaos der bulgarıschen hauptstadt. bıs man da wıder rauskommt - eın drama. ırgendwann waren wır dann aber doch auf der staatsstrasse nach grıechenland. es gıng schoen durch dıe berge nach grıechenland. dıe grenze klappte ( leıder wıeder ım dunkeln )auch recht gut und ca. 50 km nach der grenze machten wır nen stop an eıne kleıner tanke. dıe blonde verkauferın outete sıch recht fıx als deutsche ( wegen der lıebe nach gr gekommen aber bald soll es wohl wıeder zurück gehen :-)) ) und ruck zuck war mıt dem chef der tanke geklaert. das wır gleıch hınter das waschanlage auf nem 3 x 15 m langen gruenstrefen campen dürfen - super sache.

früh gıngs dann bergab bıs ans meer ın kavala. das tat der seele gut. ın den sand werfen kurz ıns wasser und so etwas wıe urlaubsfeelıng aufkommen lassen.

beı fast schon tropıscher hıtze verlıef dıe fahrt am meer entlang bıs an dıe türkısche grenze. dreı stempel hıer und da. und schon waren wır ım land der moscheen. mıt dem motorrad - echt ırre. da meın gps guıde von daheım ganze arbeıt geleıstet hatte. konnten wır zıelsıcher an nem campınglatz beı sılıvırı am meer fahren und dort für 5 euro dıe zelte aufbauen. dıe lage war grandıos. der zustand aber eben genau dıese 5 euro wert. egal sonnenuntergang noch erlebt und dann mıt dem abgepackten motorrad nochmal schnell zum naechsten megamarkt - quası der elbepark von sılıvrı - und dort mal so rıchtıg satt essen !!

früh dann wıeder sonne und waerme. frühstueck am meer und ab gıng es rıchtung ıstanbul. kurz und knapp : was dort los ıst kann sıch keın mensch vorstellen. autos von allen seıten. es war schwer. dıe paar hıghlıghts zu fınden und das bıke ırgendwıe abzustellen. unmassen von wegweısern dıe eınen scheınbar ım kreıs herumführen und das ıstanbul auf meınem navı muss eın anderes seın. wıe das wo wır heute waren. aber ırgendwıe gıng es dann doch über dıe legendaere megabrücke nach asıen. dort angekommen aenderte sıch der charakter der hauser und menschen dann doch schon merklıch. bıggıs bmw blıeb heute leıder zweı mal kurz lıegen. aber wıe es ausschaut. war wohl nur der entlüftungsschlauch vom acerbıs plastetank zu sehr geknıckt und der unterdruck bremste dann ırgendwann den spırtnachlauf. als ıch beım erstem mal auf sıe wartete. zeıgten mır fast alle auto und lkw fahrer das hınter mır wohl meıne reısepartnerın am motorrad werkelt. gerade als ıch ım gegenverkehr als geısterfahrer zurückfahren wollte. rıef sıe dann an und schılderte dıe lage.

unser tageszıel ın belu schafften wır trotzdem. zuvor gıng es noch über nen grandıosen bergpass auf endlosen serpentınen durch das gebırge. ın belu kam dann dıe grosse stunde der motorradpolızısten. da ıch genau dort eınen ım ort traf und mıch als bıkecop outet - dıe freude beıderseıts war gross. auf nen pfıff von ıhm kam eıner aus ner gaststaette mıt tee für alle. fotos wurden gefertıgt bzw. gezeıgt und dann fuhr er wıe eın henker mıt seıner 650 er bmw und blaulıcht. uns beıde ım schlepp. durch dıe halbe stadt zu nem echt günstıgen hotel - ıch glaube auch beım preıs hatte er seıne gütıgen haende noch ım spıel.

jetzt sınd wır mıtten ım ort. hıer tobt das leben. der muezın ruft staendıg zum gebet. rechts und lınks dıe berge -  es ıst eınfach fantastısch. 

 

bılanz der ersten 5 tage : dıe yamse ıst auch mıt gepaeck sehr sparsam. meınen zweıten leeren reserve louıs packsack hat der auspuff schoen zerschmort. meıne edelkoffer werden wohl noch besser an den traeger geklemmt werden muessen - sıe schwıngen ım gelaende schon zu doll.

meıne thermoschaumsıtzpolsterauflage ıst ırgendwo ın bulgarıen weggepfıffen. dıe 79 cent spangurte aus der maelzereı sınd dıe 79 cent nıcht wert ... ıch komm oft kaum zum essen. bıggı raucht mehr wıe ıch wasser trınke und das wetter kann nıcht besser seın. nassrasıeren ıst der horror. nach 5 - 6 stunden motorradfahren tut meın hıntern doch deutlıch mehr weh als nach 6 stunden rennradtraınıng.

etwa 80 tote tıere auf bzw. an der strasse gesehen. selbst fast eın pferd überfahren. ca. 100 polızeıkontrollen ( vıel mıt geschwındıgkeıtskontrolle ) gesehen und nıe ( schade ) angehalten wurden.

morgen gehts rıchtung ankara. ıch denke syrıen wırd ın zweı oder dreı tagen erreıcht.  

 

der heftıge teıl kommt noch. bısher ıst alles nur spass ...

 

fahrzeıt ca. 35 stunden. km ca. 2700

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8 Kommentare

  • #1

    Stephan Küppers (Samstag, 10 Oktober 2009 20:52)

    Respekt. Da habt ihr aber ein ganz schönes Stück runtergerissen. 5 Tage => 2700km. Ich bin jetzt bei 5 Wochen mit 5300km und bin gerade mal in Ephesos bei Izmir angekommen. Da werdet ihr mich wohl morgen oder übermorgen überholt haben. Drücke euch die Daumen, das alles weiter so gut klappt. Schade das wir uns dann wohl nicht treffen. Trinke ein Efes auf euch!
    Grüße aus der Westtürkei.
    Stephan

  • #2

    Torsten ( Joe ) (Samstag, 10 Oktober 2009 21:11)

    Hallo Thomas,
    musste leider dienstl. deinen Abschied verpassen.
    Schön dass es bei Euch so gut läuft. Ich drücke Euch für die weitere Fahrt. und
    wie abgesprochen berichte ich über deine Beiträge im Forum der Blue Knights :-) www.blueknights.de
    ist übrigens nicht öffentlich.

    Gute Fahrt wünschen Euch viele Blue Knights und auch Kollegen

  • #3

    steffen (Samstag, 10 Oktober 2009 22:02)

    Respekt...aber wolltest du nicht URLAUB machen?
    Danke für die Blumen (GPS)...immer wieder gern - wenn ich schon nicht mit durfte beteilige ich mich von daheim...!

  • #4

    SpaRtaCuS (Samstag, 10 Oktober 2009 23:48)

    Hi to all, well I met these great guys where the continents meet, on the Bosphorus Bridge today. I was coming back from work and was trying to make it to my dentist on my CBR600RR (called NoRR) when I saw a bike at the gate struggling to pass through. Then me spoke a little bit and I guided them to the TEM highway gates. I had the pleasure to ride for 15 minutes and was great. A small step for me but great for frienship. All the best guys and bon voyage. 10.10.2009 Saturday KA

  • #5

    Andybandi (Sonntag, 11 Oktober 2009 16:23)

    Hi Thomas! Schön das alles gut bis jetzt verlaufen ist....Wir haben mometan nur schlechtes Wetter regen regen regen, viel arbeit das übliche... trinke gerade mit Anja einen heißen Tee Knusperhäuschen lecker, und dazu gab es ein Stück Sahnekuchen:-)erzähle ihr gerade den Ausflug mit den Biks, wobei ich fast im Teichtümpel gelandet wäre mit der guten KTM Adventure und du dich flach gelegt hattest vorlachen.....neben Dein MT mir war gar nicht so zumude.....:-)
    Wünsche Dir weiter gute Fahrt und werde spannend Deine Fahrt verfolgen.
    Liebe Grüße aus Münzenberg Andy und Anja (Hessen)

  • #6

    Triemser (Montag, 12 Oktober 2009 09:30)

    Bin grad beim Frühstücken und hab´ bei Deiner spannenden Lektüre glatt den Kaffee kalt werden lassen ;-)
    Dann peppe noch biss´l Dein Reisegefährt auf, ehe es richtig zur Sache geht...
    Und wegen Deinem Allerwertesten...ich sagte doch Stehendfahren üben ;-)

    Alles in Allem "Daumen HOOOOCH" und weiterhin eine Gute Reise.

    *Triemser*

  • #7

    Der liebe Gert (Z.-Mann) (Montag, 12 Oktober 2009 16:28)

    Na dann weiter unfallfrei und heil auf den schwarzen Kontinent, schön was gelesen zu haben...

  • #8

    steffen (Dienstag, 13 Oktober 2009 21:11)

    News von Thomas...Auszug aus seiner sms:"...sind gerade noch in syrien rein, die grenze war ein kleines drama, dazu noch die hitze...allepo/Syr"(13.10.09 - 15:43Uhr)

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Mi

10

Mär

2010

Wieder daheim : Frost, Kälte, Dunkelheit ...

So, nachdem ich meine tschechischen Freunde Ende Januar mit nem rechtsgelenkten Japaner ( oh Gott ! ) zum Flughafen gefahren hatte und herzlich verabschiedete, kümmerte ich mich dann um den ganzen Zoll- und Verladekram für die bereits in drei großen Holzkisten verpackten Motorräder. Insgesamt hatte ich neun Tage Zeit, bis mein Flieger gen Germny fliegen sollte. Sportler wie ich bin, wurde die Zeit natürlich sinnvoll ( nach meinen bescheidenen Maßstäben ) genutzt und mit nem recht schweren Leihrennrad ging es fast jeden Tag, neben dem Weg zur Spedition und dem Zollamt, in alle Himmelsrichtungen ( okay, außer Westen, denn da war der Atlantik ). Nach über 1000 Km und mit den besten Trainingsstreifen sowie dem schlimmsten Sonnenbrand den ich je hatte, gab ich es dann schweren Herzens am 4.02.10 wieder bei Cycleteknic Tableview ab und nen Tag später wurde ich durch Raum und Zeit gebeamt ... Nach unglaublich kurzen ( in Anbetracht des ungleich längeren Hinweges ) 11 Stunden Flug bis München, 1,5 h Flug bis Berlin und dann nochmal 2 h Zug bis Dresden wurde ich gegen Mitternacht bei Frost am Dresdner Hauptbahnhof freudig von Freundin, Famile und einigen Freunden empfangen - Dank auf diesem Weg an alle die da waren und danke Anja für die langen Hosen sowie der dicken Jacke ...

Nach einer Woche Urlaub mit meiner Freundin ging es dann am 13.02.10 gleich wieder auf Arbeit recht doll zur Sache - links, mitte und rechts demonstriert, blockiert und ( manchmal auch randaliert ) in Dresden und wir mitten drin.

Vor lauter Erzählen von meiner Reise komme ich auf Arbeit ständig in Zeitnot und nun wurde angeregt, einen größeren Vortrag für alle Kollegen welche es interessiert durchzuführen.

Weil mich immer alle Fragen, wieviel denn alles gekostet hat, hier eine kleine Auflistung : 

die Kosten im Vorfeld ( Ausrüstung, Impfungen, Visa etc. ) waren ca. 1000 Euro plus Zeit und Nerve,

die Kreditkarten- sowie EC-Cardabrechnung ergab : 5400 Euro allein unterwegs, plus 370 Euro Rückflug plus Bahn, 600 Euro Motorradtransport mit Schiff bis Prag

macht also 6400 Euro, plus 1000 Euro welche in die Yamse gesteckt werden müssen, sowie 1500 Euro Wertverlust, 350 Euro für diverse Krankenversichungen.

das ganze dann durch 120 Tage macht : 53 Euro am Tag, jeder einfache Türkeiurlaub dürfte also ( pro Tag ) wesentlich teurer sein.

Davon entfallen im Einzelnen :

gefahren Strecke : 25312 Km, Verbrauch 4,38 Liter/100 Km = 1108 Liter, Preis im Schnitt 80 cent = rund 900 Euro für Sprit

für diverse Visa an der Grenze ca. 300 Euro, allein die Einreise mit allem Papieren nach Ägypten 180 Euro, Internet und Telefonie zus. ca. 250 Euro, diverse Nationalparks ca. 500 Euro, neuer Fotoapparat in Luxor 120 Euro, Mietmotorräder in Sansibar 3 Tage für zus. 50 Euro, Fähre nach Sansibar 40 Euro, 1000 Euro wurden allein in Südafrika ausgegeben - ist halt fast wie Europa dort, die Zahl der Hotelübernachtungen war in Europa recht hoch und ging dann ab Sudan gegen null, dafür immer mehr kostenloses Outdoorcampen.

Die längste Tagesetappe : Tag eins 400 Km mit dem Auto nach Berlin um das Sudanvisa persönlich abzuholen, dann mit dem Motorrad exakt 500 Km Autobahn durch CZ nach SK Bratislava - sowie irgendwo in Äthiopien genau 8 h ( reine Fahrzeit ) ist das Motorrad gerollt über 400 Km, fast alles elende Piste.

Die schwerste Etappe : Fahrt über die Grenze von Tansania nach Mosambik, viel Tiefsand, Sonne im Zenit, nix gescheites zu Essen ...

Die höchste Temperatur : 49 Grad im Schatten, Wüstenstrasse / Piste im Ostsudan

Die tiefste Temperatur : 0 Grad auf 3600 m Höhe in Ähtiopien Simmien Mountains ( und mir ging es echt elend )

Das beste Essen : Forraskut Südostungarn, ich habe das letzte Drittel nicht geschafft - unglaublich, dort muss ich wieder mal hin !!

Das schlechteste : "Huhn" am Äquator in Kenia - was war das denn wirklich ?

Die nettesten Leute : Araber ( in Syrien, Jordanien, Sudan ), sowie in Ungarn, Türkei, und die weissen in Südafrika ( ja Peter ich weiss ... )

Die unangenehmsten : ( jetzt bekomme ich wieder Ärger von dem Peter ) teilweise Ägypten ( Touristengegenden ), Tansania ( speziell Daressalam ), Äthiopien ( nicht auf dem Lande ) - naja man wird eben oft abgezogen, reingelegt und betrogen sowie permanent angebettel. Aber genauso oft gibt es auch postive Erlebnisse. Ich habe mich oft gefragt, was denn wohl vor 100 Jahren war, als noch keine Hilfslieferungen nach Afrika kamen ( wie haben die Völker dann dort überlebt ?) und zu welchem Zweck werden die eigentlich gemacht - denn die Leute gewöhnen sich daran und oft gibt es heftige Auseinandersetzungen um die Hilfslieferungen ? Wem hilft es, wenn wir tonnenweise getragen Sachen nach Afrika "spenden" ( um mal das wegwerfen in den Kleidersammler so zu nennen ), dann daran einige wenige gewaltig verdienen und zuletzt die heimische Bekleidungsindustrie keine Chance hat, sich zu entwickeln. Die fettesten Autos und Leute waren übrigens oftmals die Fahrzeuge und Mitarbeiter - oder soll ich Absahner schreiben -  diverser Hilfsorganisationen, dies mal nur am Rande.

Nun Gut, das auch mir eigene Gefühl für Demut und Dankbarkeit - und dies habe ich ohne Zweifel auch überdurchschnittlich und bin mit wenigen Dingen glücklich und nicht materiell eingestellt ( Autos, Luxus, Komfort sind mir echt voll egal, z.B. heute früh wieder bei minus 12 Grad 12 Km mit dem Rad auf Arbeit gefahren ... das gabs in Afrika so nicht ) - ja Gefühl für Demut und Dankbarkeit geht dann leider nach einigen Wochen des Daueranbettelns bei 40 Grad im Schatten leicht verloren, trotzdem habe ich nie vergessen, dass nur ganz wenige Menschen weltweit die Möglichkeit haben, Reisen wie diese zu realisieren. Und leider hatte ich nur 2 x 40 Liter Alukoffer ( die Kritiker sollen erstmal damit auf nem Motorrad unter diesen Bedingungen durch die Welt fahren ) mit und keinen 40 Tonner mit Hilfsgütern. Bis Tansania hatte ich mir im Tagebuch - nett und hilfbereit wie ich ja eigentlich immer bin - diverse Adressen von Leuten notiert, denen ich dann von D aus diverse Sachen schicken wollte, da wir bei Ihnen schlafen konnten oder diese uns sonstwie positiv aufgefallen waren. Leider wurde mir dies dann auch alles gestohlen - nochmal herzlichen Dank dafür an den xxx Täter. Auch kaufte ich oft in Städten mehr essen als nötig um es dann auf dem Lande den Kindern zu verschenken, aber der Effekt ist sicher gleich null - von daher sinnlos. Es beruhigt wohl nur das schlechte Gewissen.

Nun ja man könnte ewig darüber philosophieren, es wäre auch echt nett, wenn meine "Kritiker" - welche nur über die Kommentarleiste schreiben, mir mal persönlich schreiben würden.

 

Letzten Freitag habe ich die Yamaha aus Prag geholt. Es gab ein Wiedersehen mit meinen CZ Freunden und da das Wetter so extrem winterlich war ( minus 8 Grad und Schneesturm ) musste die letzte Fahrt der Yamse ins deutsche Heimatland mit dem Hänger vom Polo-Shop erfolgen.

 

Ich denke dies war der letzte Eintrag auf meiner Seite, ich danke allen Lesern, meiner Freundin Anja fürs durchhalten ohne mich, Birgit meiner Reisepartnerin bis Daressalam ( ich hatte und habe immer Respekt vor ihrer Leistung als Frau ... ), meinen CZ Freunden Radek, David sowie später dann noch Silva der Freundin vom Radek, dem Freistaat Sachsen weil nicht in allen Berufen Reisen wie diese möglich sind, dem Hersteller Yamaha für den Bau eines absoluten Adventure Reisebikes, meinen Eltern dafür dass ich so bin wie ich bin, der Mopo DD für den Bericht, meinem Schutzengel, der Fa. Held und Salewa - top Ware, keine Frage !, Roland Kaiser - dessen Lieder hörte ich oft abends im MP3 Player - es war der Klang der Heimat, sowie stellvertretend für hunderte nette Kontakte wenigstens aus jedem Land einen oder zwei : der freundliche Tankstellenmitarbeiter in Bratislava der mit den Weg zum Hostel zeigte, der LKW Fahrer mit der Landkarte in HU; die netten Polizeibeamten in Rumänien auf der Suche nach dem Hotel, den jungen Leuten aus dem alten fünfer BMW welche uns in Bulgarien ( Vidin ) den Weg zum Hotel zeigten, die Tankstellenbetreiberin in GR wo wie schlafen durften, dem netten Motorradpolizisten in Bolu TR, dem Hotelchef in Alleppo SYR, unserer Gastgeberfamilie bei Amman JOR, der Lehrer in New Valley und der Hotelmanager in Assuan Ägypten, dem Busfahrer in der sudanischen Wüste bei meinem Platten, dem Scout in den Simmien Mountains, ein zäher Hund !! Ähtiopien, der Lodgebetreiber am Fuße des Mt. Kenia  - danke für den tollen Preis nach Biggis Vorarbeit; dem netten Pfarrer aus Leipzig in Tansania, dem Enduroverleih für den Toppreis in Sansibar, der Mitarbeiterin im Fahrzeugteilehandel bei Pemba Mosambik - vier Seiten nur über mich geschrieben - unfassbar, Brad aus Kapstadt für die Hilfe in Simbabwe im Nationalpark - Zufälle gibts ..., und in Südafrika Dank an Yamaha Durban, dem Lemontree Backpacker - ganz verrückte Jungs und Schicksale sowie den Erbauern des Chapmans Peak, wo ich mit dem Rennrad mehrfach darübergebügelt bin und nun bald auch Lance Armstrong dies tun wird.

 

Das wars !! Auf ein neues Abenteuer irgendwann, erstmal haben mich andere Aufgaben und Verpflichtungen fest im Griff ...

 

Es war schön, jederzeit wieder.

 

Thomas Kiraly

 

 

 

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